Aufschwung für Wasserstoffautos!

Neuerdings scheint das Interesse an Wasserstoffautos neuen Aufwind zu bekommen. Ein Vorstoß in diese Richtung wurde beim Weltwirtschaftsforum in Davos Mitte Jänner 2017 angekündigt. Dreizehn der weltgrößten Konzerne, darunter prominente Autohersteller, Öl- und Gasmultis und andere im Energiebereich tätige Firmen, haben sich zusammengeschlossen und das „Hydrogen Council“ gegründet. Mitglieder dieser Allianz sind: Daimler, BMW, Toyota, Honda, Hyundai, Shell, Total SA, Kawasaki Heavy Industries Ltd., Linde AG, Air Liquide SA, Alstrom SA. Engie SA, Anglo American Plc.

Ziel dieser Vereinigung ist in den nächsten 5 Jahren 10.7 Milliarden Euro in die Wasserstoff-Technik zu investieren und so dem Wasserstoffantrieb zu einem Durchbruch zu verhelfen. So soll der Übergang zu einer weltweit „kohlenstoffarmen Gesellschaft“ beschleunigt werden.

Welche Wasserstoffautos gibt es auf dem Markt?

Auch das Brennstoffzellenauto Hyundai ix35 Fuel Cell kann seit Mitte 2014 in manchen Ländern gekauft oder geleast werden. Mercedes hat für Herbst 2017 sein erstes Serienmodell – Wasserstoffauto angekündigt. Der GLC F-Cell wird ein Plug-In-Hybrid sein, der bis zu 50 Kilometer auch mit dem Strom aus der Batterie fahren kann, sollte keine Wasserstofftankstelle in der Nähe sein. Die Preise dieser Wasserstoffautos bewegen sich im Rahmen von über 60,000 Euro bis 80,000 Euro, ein Preis, der für den Normalverbraucher nicht erschwinglich ist. Die meisten anderen großen Autohersteller arbeiten auch an der Brennstoffzellentechnik und werden in den kommenden Jahren Wasserstoffautos in Kleinserien auf den Markt bringen.

Vorteile von Wasserstoffautos

Brennstoffzellenauto haben gegenüber Elektroautos zwei entscheidende Vorteile: Sie verfügen über eine Reichweite, die mit der von Benzinern und Dieselautos  vergleichbar ist und sie sind in wenigen Minuten aufgetankt

Mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge sind umweltfreundlich, da sie weder CO2 noch andere Schadstoffe wie Stickoxide ausstoßen. Zudem erzeugen sie kaum Lärm. Wie umweltfreundlich ein Brennstoffzellenfahrzeug tatsächlich ist, hängt allerdings davon ab, wie der Wasserstoff produziert wird. Noch wird Wasserstoff meist aus Erdgas erzeugt. Klimaneutral wird der Energieträger erst, wenn er mit dem sogenannten "Power- to- Gas" Verfahren erzeugt wird - einer Elektrolyse, bei der Wasser mit Strom aus erneuerbaren Quellen (z.B. Solarenergie, Windenergie) in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird. Solche Verfahren werden derzeit in verschiedenen Ländern getestet und erprobt.

Wasserstoff als Treibstoff bietet ein enormes Potential. Er kann aus Wasser gewonnen werden und ist somit als Rohstoff auf der Erde in nahezu unbegrenzten Mengen vorhanden, während fossile Energie, aus der Benzin und Diesel hergestellt wird, nur begrenzt zur Verfügung steht.

Nachteile von Wasserstoffautos

Die Herstellungskosten von Wasserstoffautos sind noch viel zu hoch, um Autofahrer davon zu überzeugen ein solches Auto zu kaufen. Die andere große Hürde ist das Fehlen eines flächendeckenden Tankstellennetzes. Auch die Kosten der Wasserstoff-Förderung müssen noch erheblich verringert werden. Die Energie für die Wasserstoffgewinnung wird aktuell meist aus Erdgas gewonnen, wodurch der umweltfreundliche Aspekt zu einem großen Teil verlorengeht. Kritiker sehen auch in der leichten Entzündlichkeit von Wasserstoff einen Nachteil. Die Automobilhersteller weisen allerdings darauf hin, dass Wasserstoffautos nicht gefährlich seien als mit Benzin- und Diesel betriebene Autos.

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