Wasserstofftankstelle: Mit Wasserstoff zu nachhaltiger Mobilität

Mehr als 250 Autos mit Brennstoffzellenantrieb waren 2016 auf Deutschlands Straßen unterwegs. Ihnen stehen bislang rund 25 öffentliche Wasserstofftankstellen zur Verfügung. Bei der Infrastruktur ist also noch viel Luft nach oben. Zu deren Aufbau hatte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 2011 die Initiative H₂-Mobility ins Leben gerufen. Die EnBW hat im Rahmen der Initiative mit Regierungsförderung in Stuttgart und Karlsruhe zwei Wasserstofftankstellen errichtet, um die Technologie zu erproben und Wissen für die kommerzielle Nutzung aufzubauen.

Die Karlsruher Pilot-Tankstelle wurde als Kompakt-Tankstelle ausgeführt und in zwei Containern auf dem Karlsruher Firmengelände errichtet. Wasserstoff wurde per LKW angeliefert. Die Tankstelle konnte 200 Kilogramm Wasserstoff bereitstellen, ausreichend für circa 60 PKW-Füllungen. 350 Kilogramm Wasserstoff kann die zwei Jahre später fertig gestellte Stuttgarter Tankstelle speichern.

Anders als die in Karlsruhe war sie autark: Während des Projekts hat sie Wasserstoff auch direkt vor Ort per Elektrolyse gewonnen – aus Ökostrom. Den Wasserstoff aus den Tankstellen nutzte die EnBW neben weiteren Firmenkunden 2011 bis 2016 mit vier Brennstoffzellen-PKW in ihrem Fuhrpark, vor allem auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Stuttgart.
Im Jahre 2014 wurde die Tankstelle Stuttgart um eine Bus-Zapfsäule erweitert.

Seitdem wird der Wasserstoff auch für den Betrieb von Brennstoffzellenbussen der Stuttgarter Straßenbahnen AG eingesetzt. Der Umbau wurde mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützt.

Spritverbrauch senken – Jetzt ansehen!

Günstigen Strom – So funktioniert's!